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NEUBAUERKLÄRUNG

Unter dem Begriff Neubauerklärung versteht man die in notariell protokollierter Form abgegebene Erklärung des Eigentümers einer Liegenschaft über die Bebauung eines Grundstückes. Der Eigentümer eines Grundstückes stellt also in einer notariellen Erklärung die Bebauung auf seinem Grundstück dar und ersucht um die Eintragung dieser Bebauung im Grundbuchamt.
Solche Erklärungen gelten nicht nur für Neubauten oder für Häuser im Ganzen, sondern auch für Teile der Bebauung oder für Umbauten oder typischerweise für Erweiterungen oder Zubehörteile wie Schwimmbad, Carport, Aussengrill und Ähnliches.
Bei Erklärung einer entsprechenden Bebauung muss der Eigentümer das Gebäude oder die Gebäude- oder Zubehörteile exakt beschreiben, insbesondere hinsichtlich Grösse, Anzahl von Stockwerken und Lage der einzelnen Gewerke. Zur Neubauerklärung sind diverse Unterlagen notwendig, etwa Baugenehmigung oder Baufertigstellungserklärung des Architekten oder ein Architektenzertifikat, in welchem die Bebauung beschrieben wird, wenn diese älter als 15 Jahre ist.
Jedenfalls gibt der Gesetzgeber dem Eigentümer eines Grundstückes mit der Neubauerklärung das Recht und die Möglichkeit jegliche Bebauung im Grundbuchamt ein- oder nachzuzutragen.
Mit dieser Erklärung geht die s.g. Stempelsteuer einher, es handelt sich hierbei um eine Steuer von 1,5% auf den deklarierten Wert des Baus. Neben dieser Steuer fallen dann auch noch Notar- und Grundbuchamtskosten an, jeder Käufer einer Liegenschaft sollte geprüft haben, ob alle Gebäudeteile im Grundbuchamt eingetragen sind, ansonsten kann noch unmittelbar vor Verkauf eine s.g. Neubauerklärung auf Kosten des Verkäufers erstellt werden, sodass schlussendlich bei Kauf der Käufer die Sicherheit hat, dass alle Gebäudeteile im Grundbuchamt eingetragen wurden.
Stellt man fest, dass Gebäudeteile nicht im Grundbuchamt registriert sind, lässt sich dieser Rechtsmangel durchaus in relativ einfacher Art und Weise nachholen. Wissenswert ist, dass es nicht die Verpflichtung gibt, Gebäudeteile im Grundbuchamt eintragen lassen zu müssen. Ebenfalls wichtig zu wissen ist es, dass Neubauerklärungen nicht fristgebunden sind, also jederzeit auch nach dem Kauf angegangen und im Grundbuchamt eingetragen werden können.
Die Neubauerklärung bietet neben der Möglichkeit des Nachtrags von Gebäudeteilen im Grundbuchamt aber auch in steuerrechtlicher Hinsicht manche Vorteile. Ist der Wert der Liegenschaft in der ursprünglichen Kaufurkunde als sehr gering angegeben worden, so droht dem nichtresidenten Verkäufer eine entsprechende Veräusserungsgewinnsteuer von 19,5% auf den gewinn, sprich die Differenz zwischen altem Kaufwert und neuem Verkaufspreis. Hat der Verkäufer also die Möglichkeit, eine Neubauerklärung wegen nicht eingetragener Gebäude oder Gebäudeteile tätigen zu können, so kann mit dieser Neubauerklärung auch gleichsam der Wert des ganzen Anwesens in die Höhe korrigiert werden, sodass dann bei einem späteren Verkauf weniger Gewinnsteuer gezahlt werden muss.
Gerne beraten wir Sie ausführlich hinsichtlich der Möglichkeiten des Nachtrags von Gebäudeteilen im Grundbuchamt, hinsichtlich der einzelnen Voraussetzungen zur Erklärung der Neubauerklärung und auch in steuerrechtlicher Hinsicht betreffend der Einsparung von Gewinnsteuer.

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